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Stillen

Stillen ist das Beste für Sie und Ihr Kind

 

Allein Ihre Entscheidung

Zunächst einmal: Sie müssen sich mit der Entscheidung, ob Sie stillen wollen oder nicht, wohl fühlen. Falls Sie jedoch geneigt sind, eher nicht zu stillen, sprechen Sie – vielleicht schon vor der Geburt – mit Ihrer Hebamme über Ihre Ängste und Sorgen. Viele Ängste, die Sie vielleicht dazu bewegen, nicht stillen zu wollen, kann Ihnen Ihre Hebamme nehmen.

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Vorteile des Stillens für Ihr Baby

Ihr Baby wächst mit genau der Nahrung auf, die die Natur für es vorgesehen hat. Die Muttermilch verfügt hat eine spezielle Zusammensetzung, die sich an die Bedürfnisse des Kindes anpasst. So ist die Milch in den Anfangstagen (die sogenannte Vormilch oder Kolostralmilch) noch sehr dickflüssig und eiweißreich, ihre Farbe ist gelblich. Diese Milch verfügt über zahlreiche Antikörper, die dem Baby wichtigen Schutz bietet.

Ihr Baby hat zwar einen angeborenen Saugreflex, aber dennoch klappt das Stillen meist nicht sofort. Doch keine Panik! Der Magen des Babys ist am Anfang noch sehr klein, so dass bereits wenige Tropfen der eiweißreichen Vormilch ausreichen, um ihr Kind zu versorgen.

Nach ein paar Tagen wird dann diese Vormilch aufgrund der veränderten Hormonproduktion durch die normale, reife Muttermilch durch den sog. „Milcheinschuss“ ersetzt. Dieser Milcheinschuss kann durchaus schmerzhaft sein, die Brust wird hart und heiß. Doch auch hier keine Panik – es gibt zahlreiche Heilmittel (von der Quarkpackung bis hin zu Medikamenten), die Ihnen hierbei helfen. Sprechen Sie daher mit Ihrer Hebamme oder Stillberaterin – Sie wird Ihnen viele wertvolle Tipps geben.

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Vorteile des Stillens für die Mutter

Stillen ist gut für Ihren Körper: Ihre Gebärmutter ist nach der Geburt noch stark vergrößert. Sie reagiert auf das Stillen mit Nachwehen und zieht sich nach und nach zusammen.

Auch wenn Sie sich ausgewogen und ausreichend ernähren müssen (siehe Ernährung), werden Sie durch das Stillen abnehmen. Wenn Sie nicht stillen, müssen Sie sich jedes Kilo hart erkämpfen. Ihr Baby hilft Ihnen also durch seine Ernährung dabei, Ihre alte Figur wieder zu bekommen.

Allerdings: So lange Sie stillen, bleibt Ihr Körper noch sehr geschmeidig, so dass es sein kann, dass Sie noch einen schlaffen Bauch haben. Das Bindegewebe wird sich nach dem Stillen wieder stärken – Bauchmuskeltraining wird das Übrige tun!

Und zu guter letzt: Stillen ist billig und einfach! Sie müssen – sofern Sie nicht abpumpen – nichts sterilisieren, keine aufwändige Zubereitung in der Nacht und es kostet Sie nichts. Die Natur liefert Ihnen die Nahrung des ersten halben Jahres gratis. Wenn Sie einmal schauen, wie teuer die industriell hergestellte Säuglingsmilch ist, können Sie sich leicht ausrechnen, wie viel Sie sparen…

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So klappt das Stillen

Zunächst einmal müssen Sie Ruhe bewahren. Wenn es in den Anfangstagen mit dem Stillen noch nicht richtig klappt, ist das kein Problem. Bis zu zwei Tage nach der Geburt ist Ihr Baby noch so ausreichend mit Fettreserven versorgt, dass es nicht unbedingt – und wenn dann sowieso nur wenig – Milch von Ihnen benötigt. Bei der sog. Vormilch reichen Ihrem Baby meist schon wenige Tropfen aus, um es zu versorgen.

Wichtig ist aber, dass Sie Ihr Baby oft anlegen. Dies dient zum einen dazu, dass Ihr Baby den Saugreflex und das Saugen an Ihrer Brust trainiert. Zum anderen wird Ihre Milch nach Nachfrage produziert. Je häufiger Sie anlegen, desto mehr Milch wird produziert. Das ist am Anfang sehr wichtig, damit die Milchproduktion angeregt wird.

Es gibt zahlreiche Stillpositionen, die Sie ausprobieren können: im Liegen, im Sitzen auf dem Sofa mit vielen (Still-)Kissen, im Stuhl/ Sessel mit Lehne… probieren Sie einfach viele Positionen aus, nach ein paar Tagen oder Wochen haben Sie Ihre Position gefunden.

Am Anfang wird Ihre Brustwarze gereizt sein. Um zu verhindern, dass Sie sich entzündet, sollten Sie möglichst oft „BH-frei“ sein, die Brüste mit etwas Muttermilch einreiben und dann „lufttrocknen“ lassen.

Gerade wenn es Ihr erstes Baby ist, sollten Sie auf jeden Fall eine Hebamme oder Stillberaterin zur Seite haben. Diese helfen Ihnen vielfältig: Sie zeigen Ihnen Stillpositionen, geben Hilfen bei Entzündungen, überwachen die Entwicklung Ihres Babys. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Baby gut versorgt ist. Bei Stillkrisen können Sie mit Ihrer Hebamme alles besprechen.

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Was Sie beim Stillen beachten müssen

Trinken:
Sie müssen viel trinken! Dabei sind vor allem warme Tees, allen voran Milchbildungstees (mit Anis, Kümmel, Fenchel) zu empfehlen. Aber auch Wasser und Saftschorlen sind gut.

Alkohol sollten Sie aus zwei Gründen meiden: Zum einen kann es die Milchproduktion verringern. Gerade am Anfang muss sich die Milchproduktion erst noch richtig einstellen. Zum anderen geht Alkohol in die Muttermilch und damit auf Ihr Baby über und kann entwicklungshemmend wirken.
Ein Hinweis noch: Sekt wirkt – trotz seines Alkoholgehaltes – milchbildend, so dass Sie sich ab und zu ein Gläschen gönnen können.
Wenn Sie sich auf Ihr gutes Glas Rotwein nach den langen Entbehrungen in der Schwangerschaft so sehr freuen, so können Sie dies direkt nach dem Stillen genießen. Bis Sie wieder stillen, hat sich der Alkoholgehalt wieder (teilweise) abgebaut.

Viel Kaffee und sonstige koffeinhaltige Getränke sollten Sie meiden, vor allem wenn Sie selbst stark darauf reagieren. Den meisten Babys macht es zwar nichts aus, es gibt aber immer wieder koffeinempfindliche Babys. Probieren Sie es im Zweifelsfall aus, wenn Sie auf Ihre Tasse Kaffee am Morgen nicht verzichten wollen.

Essen:

Generell gilt: Alle Nahrungsmittel sind für die eigene Ernährung geeignet! Verbote wie keine Kohlarten, keine Zitrusfrüchte oder ähnliches entsprechen nicht mehr dem Stand der Forschung. Man kann sagen, was Ihnen gut tut, tut auch Ihrem Baby gut. Wenn Sie auf den Verzehr von Kohl mit unerträglichen Darmbeschwerden reagieren, kann es gut sein, dass Ihr Baby ebenso reagiert, so dass Sie diese Lebensmittel meiden sollten.

Testen Sie es im Zweifelsfall aus. Wenn Ihr Baby Bauchschmerzen oder einen wunden Po hat, können Sie die Lebensmittel, die Sie im Verdacht haben, dass Sie diese Reaktionen ausgelöst haben, meiden. Falls die Bauchschmerzen weiterhin auftreten, haben Sie andere Ursachen.

Wichtig ist aber, dass Sie sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren, um Ihrem Baby den bestmöglichen Start zu geben. Das heißt viel Gemüse und Ballaststoffe, Milchprodukte und Fleisch in Maßen und ein wenig Fett. Wichtig: Essen Sie nicht für zwei, aber essen Sie etwas mehr als sonst. Ihr Körper verbraucht beim Stillen etwa 500 kcal. Nutzen Sie die Stillzeit nicht für eine Diät! Wenn Ihr Körper die Fettreserven angreifen muss, um sich zu ernähren, werden Schadstoffe aus Ihrem Körper geschwemmt und Ihrem Baby über das Stillen zugeführt.

Sonstiges:

Nikotin ist sehr schädlich für das Baby. Zum einen geht es beim Rauchen auch in die Muttermilch über, so dass Ihr Baby die Schadstoffe abbekommt. Zum anderen bleibt das Nikotin in Ihrer Kleidung und Ihrer Wohnung zurück, so dass es weiterhin aufgenommen werden kann. Das Risiko des Plötzlichen Kindstods ist durch das Aufhalten in einer rauchenden Umgebung stark erhöht.
Sollten Sie dennoch nicht von der Zigarette loskommen, ist das kein Grund nicht zu stillen. Besser Sie stillen Ihr Baby, auch wenn Sie rauchen, als dass Sie gar nicht stillen. Versuchen Sie in dem Fall nicht unmittelbar vor dem Stillen und auf keinen Fall während des Stillens zu rauchen.

Die meisten Wirkstoffe von Medikamenten gehen in die Muttermilch über. Wenn Sie krank sind, sollten Sie also unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob es entsprechende Medikamente gibt, die nicht in die Milch übergehen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen Sie gemeinsam mit dem Arzt eine Risiko-Nutzen-Abwägung machen und im Zweifelsfall kurzzeitig das Stillen abbrechen.

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Die Zeit nach dem Stillen

Meist ist es kein Problem nach dem Stillen wieder in normale Zeiten zurückzukehren. In der Regel ist kein Besuch der Seite Bruststraffung.de erforderlich, sondern man kann auf die Natur vertrauen. ;-)

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